4.- 8. Juli 2016

VICTORIA, NANAIMO UND UMGEBUNG
Allen Warnungen zum trotz starten wir am Sonntag morgen Richtung Victoria Island. Wir fahren mitten durch die Stadt Vancouver. Der vorausgesagte Stau bleibt aus, da es Sonntag ist und wir können sogar direkt auf die Fähre von Tsawwassen fahren ohne vorher einen Platz gebucht zu haben. Unser Glück hält also weiterhin an und Spontanität ist gefragt.

Die Überfahrt dauert gut 1 ½ Stunde bei ruhiger See. (Kostenpunkt etwas mehr als 100.—SFr.) Unterwegs haben wir sogar noch Robben auf einem Felsen entdeckt. Orkas bekamen wir leider keine zu Gesicht. Die Fahrt ist wunderschön, entlang von kleineren und grösseren Inseln. Die Gegend ähnelt den Schären von Schweden oder Norwegen.

Dank unseren Womo Freunden Monika und Otto, haben wir bereits rechtzeitig einen mega tollen Campingplatz reserviert, direkt am Meer mit Blick auf die Stadt Victoria. Der absolute Hammer! Hier kann man wunderschön Tiere beobachten. Sehr zur Freude von Wolfgang und seiner Fotokamera. Wir haben zum Beispiel ein Seeadler Paar beobachtet wie es sich mit den Möwen stritt, Waschbären mit Jungen welche am Lernen waren wie man selber Krebse fängt, Otter die spielten und Hirsche die am Grasen waren und dies direkt von unserem Womoplatz aus. Spannend war auch zu beobachten wie gross der Wechsel von Ebbe und Flut war. Bei Ebbe hat das zurückgebliebene Wasser dann immer so gepluppert und ab und zu eine kleine Wasserfontäne raufgespritzt (letzteres entsteht von einer Wasserschlingpflanze.)

Einen Tag nahmen wir uns Zeit die Stadt Victoria zu erkunden. Zuerst fuhren wir mit einem kleinen Wassertaxi ins Zentrum. (Mutprobe für Renate, vor allem als die Wellen grösser wurden) Auf der Fahrt konnten wir eine Robbe beim „Sünnele“ beobachten. Sie liess sich durch uns überhaupt nicht stören, leider hatten wir keine Zeit zum Fötele, viel zu schnell war sie wieder weg.

In der Stadt Victoria sahen wir uns das Nobel Hotel „The Empress“ am Hafenbecken von aussen an, danach das Parlamentsgebäude und die Parks der Umgebung Es blieb natürlich auch noch Zeit fürs Lädele und einen gemütlichen Spaziergang durch die wunderschöne Altstadt. Am Schluss wollten wir unbedingt am Wasser entlang zurück zum Camping laufen. Die ca. 3 km lange Strecke führt uns direkt vorbei an tollen Hausbooten und kleineren bis grösseren Jachten.

Mit dem Womo machten wir am Tag danach einen Ausflug der Südküste entlang nach Sooke bis nach Jordan River. Unterwegs mussten wir immer wieder anhalten und die traumhafte Gegend geniessen und einsaugen. Wunderschöne Spaziergänge entlang des Pazifiks machen und das angeschwemmte Schwemmholz, die verschiedenen Muscheln und Steine erforschen welche am Ufer lagen.

Von Victoria aus fuhren wir an den Lake Cowichan. Eine wunderschöne, raue Gegend mit unheimlich viel Wald und Wildnis. Wir übernachteten dann in Ducan auf einem Camping direkt am Fluss. Cynthia und Fabian nahmen dort ihr erstes, nicht ganz gewolltes Bad. Vor lauter „Blödele“ sind sie nämlich reingefallen. Wolfang und ich sahen dem Schauspiel einfach nur so zu und lachten wieder mal aus voller Brust.

Auf dem Weg nach Nanaimo machten wir einen Halt im Dorf Chemainus, welches bekannt ist für seine wunderschönen Hauswandmalereien. Ganz in der Nähe übernachteten wir auf einem tollen Campingplatz im Wald. Am Abend stand dann unser erstes Lagerfeuer auf dem Programm. Das war echt genial und hat uns erst noch angenehm gewärmt. Bis jetzt hatten wir immer Glück mit dem Wetter. Den Tag hindurch war es warm und nachts hat es immer stark abgekühlt. Meist mussten wir in der Nacht sogar etwas die Heizung anstellen. In Nanaimo fand unsere Inselerkundung ein Ende und wir nahmen eine Fähre bis nach Vancouver West.

Einige Infos zu noch Vancouver Island:
Die Insel liegt wie ein Wellenbrecher vor Kanadas Westküste. Sie ist über 450 Kilometer lang und bis zu 140 Kilometer breit. Mit ihren 32ˋ000 Quadratkilometer ist sie die Grösste westlichste Insel Amerikas. Erstaunlicherweise ist nicht Vancouver die Hauptstadt von British Columbia, sondern Victoria. Im Grossraum Victorias leben 330‘000 Einwohner.

Dies waren also unsere Erlebnisse auf der Insel. Für uns geht es jetzt weiter Richtung Whistler. Bis zu unserem nächsten Bericht wünschen wir allen Zuhausegebliebenen alles Liebe und „bliebet wyterhin xund, zwäg u gschnäderfräsig!“.

Eure Rewoˋs mit Cynthia und Fabian