vom 20.5. – 2.6.07

von Renate und Wolfgang Lorch – Balsiger

Ein Hallo an alle Zuhausegebliebenen,

Seit dem letzten Reisebericht haben wir natürlich schon wieder einiges erlebt und wir nehmen doch stark an, dass auch bei Euch so einiges gelaufen ist.

Hier, nachträglich noch Infos zu London. Wie bereits erwähnt ist es ein absolut teures Pflaster und wir haben uns schon gefragt wie viel die Engländer wohl verdienen um sich ein solches Leben leisten zu können. Gleichzeitig ist London auch die best überwachte Stadt in Europa. Mit über 400’000 Überwachungskameras wird der Londoner täglich überwacht. Eine Studie hat ergeben, dass ein Londoner wenn er in die Stadt zur Arbeit fährt, mindestens 3 Mal gefilmt wird.
Für uns Landeier war die Stadtbesichtigung auch eher stressig. So vielen Leuten auf einmal zu begegnen ist nicht unbedingt unser Ding. Und dann laufen auch alle immer wieder genau auf uns zu…. Nichts desto trotz, die Tower Bridge, den Big Ben, das Riesenrad, die Westminster Abbey und das Regierungsgebäude waren schon einen Blickfang wert.

Wir wechselten den Campingplatz in Richtung Windsor und wollten natürlich das Schloss oder besser gesagt die Festung und Weekendsitz der Queen besichtigen.
Ein absolut imposantes Bauwerk durften wir von aussen und Teile davon auch von innen besichtigen. Am Meisten imponiert hat mir der Empfangssaal wo die Queen bis zu 160 Gäste zum Essen empfangen kann. Wenn der Tisch für so ein Bankett hergerichtet wird, darf der Massstab nicht fehlen. Leider hat es für einen Teeplausch mit der Königlichen Hoheit nicht mehr gereicht, unsere Reisezeit ist für so ein Abenteuer dann doch zu kurz!!!

Seit dem 23.5.07 sind wir nun wieder auf Kurs und haben den Punkte 6 angefahren und die Stonehenge besichtigt. Schon spannend die Steine zu sehen und zu hören, dass niemand genau sagen kann wer diese Steine, wann und warum aufgebaut hat.

Danach fuhren wir weiter Richtung Bridport wo uns zum ersten Mal die berühmten roten Klippen von Englands Südküste begegneten. Es ist ähnlich wie in den Pilcherfilmen, traumhaft zum Ansehen. Ich liess es mir nicht nehmen auch mal diese Klippen rauf zu kraxeln und von oben die imposante Aussicht zu geniessen.

Weiter ging’s Richtung Exeter, wo wir einen Mittagshalt machten um die berühmte Kathedrale zu besichtigen und etwas zu Schoppen. Wolfgang musste kräftig durchatmen als ich in das berühmte Einkaufsgeschäft Marx & Spencers einbog!!! Natürlich wurde unsere Visa Karte leicht belastet durch meinen Einkauf. Aber was kann ich denn dafür wenn bei den Umkleidekabinen keine Männer zugelassen sind und wir Frauen den schweren Entscheid „von welches Kleidungsstück kaufe ich jetzt“, selber treffen müssen.

Pfingsten verbrachten wir dann in Kennfort, etwas ausserhalb von Exeter. Eigentlich wollten wir noch einen Ausflug mit den Rädern an den nahe gelegenen Strand machen. Aber hiervor hielt uns der anhaltende Regen am Pfingstsonntag kräftig ab.

Bevor wir Richtung Dartmoor fuhren, wollte mir Wolfgang Torquay zeigen. Er war 2-mal dort in einer Sprachschule und lernte damals auch etwas die Umgebung kennen. Wir staunten nicht schlecht als wir auf dem Markt alles Französisch sprechende Verkäufer antrafen. Offenbar kommen nach einem alten Recht von früher die Franzosen mit der Fähre nach Plymouth und fahren dann die Küste hoch um auf dem Markt ihre Sachen zu verkaufen. Mmh, endlich wieder mal richtiges Brot kaufen und nicht immer nur Tostbrot!!!

Danach ging’s weiter ins Dartmoor, einem Hochmoor, unweit von Plymouth entfernt. Leider hat hier unser Womo wieder zu reklamieren begonnen (rote Lampe), so dass wir uns entschieden haben das Womo jetzt doch in eine Fiatgarage zu fahren und dort mal zu schauen was für Möglichkeiten wir haben. Wolfgang hatte mehrer Garagen raus geschrieben und angerufen so, dass wir an Mittwoch nach Pfingsten eine Garage in Plymouth anfahren konnten. Nach der 4. Garage haben wir aufgegeben und gehen davon aus, dass unser Womo bloss eine kleine Störung hatte und Englische Garagen sicher nicht mag. Denn niemand vermochte mit dem richtigen Stecker den Computer anzuschliessen und dem Womo eine Fehlermeldung zu entlocken.

Aber wie soll dies in dem fernen Nord – Westen auch möglich sein. Schliesslich fahren sie hier auf der falschen Seite, sie trinken nicht nach Litern sondern Paints, sie fahren keine Kilometer sondern Meilen, die Höhe ist nicht in Metern sondern Fuss und Zoll angegeben und zu guter Letzt sind sie ja schliesslich in der EU!!!

Nach erreichen der absoluten Nullbockstimmung bei uns Beiden, erhielten wir erneut unaufgefordert eine Motivationsspritze aus der CH. Danke uf Spiez!!! Schon schlimm wenn man fürs Ferien machen wieder motiviert werden muss, oder was meint ihr?

Keine Angst wir sind wieder Zwäg und on the Road again. Wir sind im Moment am Punkt 12 angekommen und wollen uns morgen das Lands End anschauen. Im Moment, ihr glaubt es nicht, haben wir stock dicken Nebel, bei 16 Grad. Mit dem Wetter hatten wir recht viel Glück, immer so um die 20 Grad, mal bewölkt, mal sonnig und für dieses Land, hier eher wenig regen.

Auso dä Bricht isch für e Momänt fertig u mir säge…

… bliebet Gsung, Zwäg u Gschnäderfräsig u schicke es nech Grüess it CH

Renate und Wolfgang Lorch – Balsiger