REISE NACH KANADA

2. ETAPPE

28. JUNI – 3. JULI 2016

VANCOUVER

FLUG VON CHICAGO NACH VANCOUVER

Chicago war absolut eine Reise wert. Aber jetzt sind wir froh, doch endlich auf Cynthia zu treffen und Richtung Kanada zu reisen. Mit der heutigen Händy Technik ist es absolut kein Problem einander am 2. grössten Flughafen der Welt einfach so in die Arme zu laufen. Das Wiedersehen nach 10 Monaten fiel natürlich sehr herzlich aus und wir hatten uns alle 3 sehr viel zu erzählen. Aber erst wollten wir mal unser Gepäck loswerden und einchecken. Leider klappte dies auch hier wieder nicht reibungslos. Cynthia war schnell eingecheckt. Aber bei uns ging wieder mal nichts. Nach ewigen 1 ½ Stunden und passieren von insgesamt 3 verschiedenen Schaltern mit insgesamt 5 durchlaufenen Personen war klar, dass für uns keine Flüge gebucht waren.
Sie waren zwar einmal gebucht, aber das Geld haben sie offenbar nicht rechtzeitig erhalten und so haben sie uns einfach wieder aus dem System geschmissen…. Sche….. Was nun? Wir wollten unter keinen Umständen Cynthia alleine fliegen lassen. Also haben sie für uns die letzten 2 Plätze auf der Maschine nachgebucht und wir durften gleich vor Ort 3500.—Sfr. blechen. Unser Reisebüro hat jetzt die angenehme Aufgabe herauszufinden warum, dass dies mit den Flügen nicht geklappt hat, wo das Geld stecken abgeblieben ist und dafür sorgen, dass wir das Geld baldmöglichst wieder zurück kriegen. 


Danach mussten wir uns beeilen um den Flug noch zu erwischen. 2 Stunden früher vor Ort sein, hätten diesmal nicht ausgereicht. (wir hatten von Anfang an 3 berechnet…) Nach dem ruhigen und schönen Flug landeten wir müde aber zufrieden in Vancouver. Die Fahrt mit dem Taxi zum Hotel haben wir uns nach diesem Trubel gegönnt. Ebenso, das sehr feine Nachtessen am Hafen der Stadt. Endlich haben wir Zeit uns gegenseitig zu erzählen was so passiert ist in der letzten Monaten.


Bevor wir am 29. Juni unser Womo in Empfang nehmen konnten, hatten wir noch etwas Zeit den Hafen anzuschauen und am Pier entlang zu spazieren. Ganz fasziniert beobachtenden wir die Wasserflugzeuge welche Geschäftsleute und Privatpersonen transportierten. 


Gespannt und voller Erwartungen auf unser Womo konnten wir es kaum abwarten endlich abgeholt zu werden von Canadream. 3 Stunden später, nach etlichen Formalitäten, Mehrkosten (leider stimmte auch hier das gesamt gebuchte Packet nicht mit dem gesamt gelieferten überein!) und ganz genauen Instruktion, konnten wir starten. Die Fahrt war kurz, nur bis zum nächsten Einkaufszentrum, wo wir uns erst mal richtig eindecken mit allem was man im Womo halt so braucht. Danach stand noch die Fahrt zum Campingground an. Um 23:00 Uhr, fielen wir todmüde und ko von den vielen neuen Eindrücken und vom Womo einräumen ins Bett.


Als am Tag danach auch noch unser 4 Reisemitglied, Fabian, mit an Bord gekommen ist konnte unser gemeinsames Abendteuer Kanada endlich richtig los gehen. 2 Tage lang haben wir Vancouver mit vielen seiner Sehenswürdigkeiten unsicher gemacht. Erst mit dem Hop on, Hop off Bus, bei welchem wir ausnahmsweise mal, finanzielle Vorteile rausschlagen konnte. Da es etwas geregnet hatte und der Bus nicht Wetterfest war durften wir einfach einsteigen ohne zu zahlen. Wir können dies später machen, hiess es…. Später kam dann aber nichts und wir hatten 160. Can.$ gespart. Das war absolute Spitze für unser schon überzogenes Budget! 


Wir wollten unbedingt im China Twon aussteigen und dort was essen. Ein Taxichauffeuer hatte uns zwar schon vorgewarnt, aber was wir dort antrafen war schon etwas “Gruusig!“ Dies ist ein richtiger Schandfleck der Stadt und die Leute die dort wohnen und arbeiten, müssen schmal durch. Schon speziell, denn ein grosser Teil der Stadt wird von den Chinesen beherrscht. Bloss ihr eigener Stadtteil wird nicht gepflegt. 


Da am 1. Juli Canada Day ist und die Stadt geflutet war von Touristen und Einheimischen zogen wir es vor, uns wieder auf den Camping zurück zu ziehen. Zumal Fabian immer noch etwas mit der Zeitumstellung zu kämpfen hatte und froh war über eine Mütze Zusatzschlaf. Abends um 21:00 marschierten wir dann auf die Lions Gate Bridge (die Bedeutendste der unendlich vielen Brücken Vancouvers, welche direkt zum Stanley Park führt) und konnten ein wunderschönes Feuerwerk beobachten.


Hier noch einige Zahlen zu Vancouver: 600ˋ000 Einwohner hat die Stadt. Nimmt man die Agglomeration noch dazu steigt die Zahl auf 2 Millionen an. Beliebteste Orte der Stadt sind der Stanley Park (hat die Grösse von 560 Fussballfeldern und ist bekannt für seine Rosen und allgemeine Pflanzen- und Vogelwelt) , Granville Island ist bekannt für seinen Markt und die vielen Strandkaffees und die Robson Street die teuerste Einkaufsstrasse der Stadt, dem Canada Place mit seinen Segeln Dächern aus Fieberglas. Hier legen die meisten Kreuzfahrtschiffe an. Nicht zu vergessen den mehr als 10 km langen Strandweg an welchem man wunderbar Leute, Schiffe und Wasserflugzeuge beobachten kann. 


Fabian und Cynthia gönnen sich hier einen Flug über die Stadt mit einem Wasserflugzeug und musste etwas sorgen tragen zu ihrem Mageninhalt. Nach ca. einer Stunde konnten wir sie wohlbehalten, aber etwas grün um die Nase wieder in Empfang nehmen. Vom Ausblick auf die Stadt und die nähere Umgebung haben sie geschwärmt. Das kurzweilige Unwohlsein hatte sich sehr gelohnt.


Morgen geht’s für uns nun weiter Richtung Vancouver Island. Sicher werden wir wieder so einiges über diese Insel zu berichten wissen. Bis dahin wünschen wir allen Zuhausegebliebenen alles Liebe und „bliebet xund, zwäg u gschnäderfräsig!“.


Eure Rewoˋs mit Cynthia und Fabian
Unser Womo mit 3 Slide Outs 2 an der Seite und eines hinten fürs Doppelbett