Reisebericht Nr 1

vom 13.5. – 19.5 07

von Renate und Wolfgang Lorch – Balsiger

Ein Hallo an alle Zuhausegebliebenen,

Nun sind wir also in unseren 9 wöchigen Urlaub gestartet und werden Euch ab und zu von unsren Erlebnissen und Begegnungen erzählen.

Kurz vor unserem Start sind wir noch mit unserem voll bepackten Wohnmobil auf die Waage gestanden und siehe da, wir hätten gar noch etwas zulegen können!!! (3935kg) Aber schliesslich müssen wir ja bereits am Start die vielen Mitbringsel für Zuhause auch mit einberechnen.

Unsere Fahrt ging morgens um 10:00 Uhr los Richtung Bern, Basel, Colmar, Strassburg und schliesslich kamen wir gegen Abend in Metz an der Mosel an. Die kurze Erkundungstour mit dem Velo hat uns gezeigt, dass Metz und die ganze Moselregion eine längere Reise wert sind. Wer weis, wo uns unser nächster Urlaub hinschickt?!

Am 14.5 am Morgen, wieder so um 10:00 Uhr ging’s los Richtung Reims, Calais.

Leider kam ca. 100 km vor Calais das Aus. Eine rote Lampe am Armaturenbrett begann zu leuchten und Wolfgang reagierte sofort und fuhr ab der Autobahn. Der gerufene Pannendienst musste uns abschleppen in die nächste Garage und dort wurden diverse Abklärungen getroffen.

Nach etwas mehr als einer Stunde kam dann die Schreckensnachricht des Me-chanikers. Sofort die Rückreise in die CH antreten, da in ganz Frankreich keine Ersatzteile zu finden sind, da es in der CH wieder mal viel strengere Abgasnormen hat als im ganzen übrigen Europa!!! Und solche Teile erst mal in der CH bestellt werden müssten, bevor sie eingesetzt werden können.

Toll, genau für das haben wir solange auf unsere Reise gespart, vorgearbeitet, geplant und uns gefreut! Scheisse, jetzt konnte ich die Tränen nicht mehr zurückhalten. Der Chef der Garage hatte Verständnis für uns und versuchte das Ganze sachlicher anzugehen und zu relativieren. Wenn er uns wäre würde er die Weiterfahrt riskieren. Zumal das Womo getestet wurde und die Lampe nicht mehr zu Leuchten begann. Auch während der Testfahrt vom Mechaniker nicht. Das Schlimmste was passieren könnte sei, dass wir nochmals abgeschleppt  werden müssten und dass dann wirklich die Teile in der CH bestellt werden müssten. (4 Tage an einem Ort festgebunden)  Aber im Moment mache dies keinen Sinn, da es ja wieder zu funktionieren scheine.

Schuld an dieser Panne könnte auch der Platzregen kurz vor unserer Panne gewesen sein, welcher einen schlechten Kontakt für kurze Zeit verursacht hat?!

Und nun? Mittlerweile war 18:00 Uhr. Nochmals ein Telefon mit der Versiche-rung, welche uns ebenfalls empfohlen hatte weiter zu fahren und wir suchten uns eine Bleibe für die Nacht. Wir hätten sogar eine Übernachtung im Hotel zu gut gehabt. Zogen es dann aber vor auf den nächstgelegenen Campingplatz zu fahren. (20 km) So konnten wir gerade nochmals das Womo testen. (alles bestens verlaufen!)

Der Campingplatz war sehr ländlich gelegen und hatte uns für viele Strapazen und Ängste heute entschädigt.
Wir kochten uns etwas zu Abend und erhielten bereits den ersten Anruf aus der CH. Freunde spüren einfach wenn es den andern nicht so gut geht. Glücklich kann sich schätzen wer so tolle Freunde hat!! Danke Bäbs und Bruno!!!
Danken möchten wir aber auch unseren Schutzengeln, welche uns aus welchen Gründen auch immer, rechtzeitig ab der Autobahn geholt haben und uns immer begleiten und schützen!

Mit neuem Mut starteten wir in den 3 Ferientag. Es kann nur noch besser werden sagten wir uns und waren wieder optimistisch. Bereits um 12:20 Uhr konnten wir die Fähre in Calais besteigen und los ging’s Richtung England. Diese Dimension von Fähre und allem drum herum war schon beeindruckend und vor allem spannend. Die Fähre hatte 2 Stockwerke für die Autos, Lastwagen und allem was so motorisiert rum fährt. Dann gab es 2 Decks zum Schoppen, Spielen, Essen, Trinken und Unterhalten. Sogar die Berufschauffeure hatten einen Raum wo sie sich ausruhen und aufhalten konnten. Auf dem obersten Deck musste man seine Standfestigkeit am Besten unter Beweis stellen. Dort konnte man nach draussen gehen und sich den frischen Wind um die Nase wehen lassen.

Bereits um 13:50 trafen wir in Dover ein. Danach mussten wir als erstes die Uhren um eine Stunde zurückstellen und uns andauernd sagen, dass wir ab jetzt links fahren müssen.
Auf dem Campingplatz von Sandwich fanden wir für 2 Nächte eine Bleibe und erkundeten mit dem Rad die nähere Umgebung. Mit dem Rad konnten wir uns gerade richtig an den Linksverkehr gewöhnen. Natürlich stand auch schon die erste Burgruine auf dem Programm. (Ritchborough Castle)

Unsere Lieben, kaum haben unserer Ferien nach Kalender begonnen, schon kommt die erste Abweichung. Wir sind bereits am 17.5. nach London gereist. Fast alles was in der Nr. 38 geschrieben steht gilt, jedenfalls die Infos über London, aber natürlich nicht die Infos über unsere Rückreise!!!! Das dauert noch ein bisschen…..

London ist wirklich eine Reise wert, aber nur mit gut gefülltem Portemonnaie. Es ist ein sau teures Pflaster und nicht unbedingt für Touris wie wir geeignet!!! Haben noch nie so viele Leute auf einmal gesehen!!! Haben auch nicht alles besichtigt, da die Eintrittspreise zum Teil völlig überrissen sind!
So, das wär’s fürs Erste. Der nächste Bericht folgt bestimmt. Auso…..

… bliebet Gsung, Zwäg u Gschnäderfräsig u uf enes angersmau Grüesse

Renate und Wolfgang Lorch – Balsiger